Eine Hochdruck-Schlauchverschraubung ist ein Bauteil, das flexible Schläuche zuverlässig und dicht mit Absperrventilen oder untereinander verbindet. Eine weitere Funktion dieser Verschraubungen ist die Steuerung des Flüssigkeitsdurchflusses.

Verbindungselemente sind ein wichtiger Bestandteil von Hydrauliksystemen, in denen Flüssigkeiten unter Druck fließen. Hydraulikverschraubungen gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen, die sich in Material, Größe, Dichtungsmethode, Temperatur- und Druckbeständigkeit sowie Gewindeart unterscheiden. Das Verständnis dieser Unterschiede ist entscheidend für die Auswahl der richtigen Verschraubung für eine spezifische Hydraulikanwendung.
Dieser Artikel bietet Ihnen einen umfassenden Überblick über Hydraulikschlauchverschraubungen. Die Auswahl der richtigen Verschraubung gewährleistet einen sicheren und effizienten Hydraulikbetrieb unter hohen Druckbelastungen.
Anwendungsbereiche von Verbindungsstücken
Verschiedene Arten von Armaturen für Hochdruckschläuche werden in der Hydraulik vieler Maschinentypen verwendet:
1. Gütertransport: Servolenkung, Bremssysteme, hydraulische Antriebe.
2. Baumaschinen: Bagger, Lader und andere Spezialgeräte.
3. Landwirtschaftliche Geräte zum Anschluss von Druckschläuchen an Traktoren, Mähdrescher usw.
4. Forstmaschinen, Bergbaumaschinen.
Normen und Anforderungen an Armaturen für Hochdruckschläuche
Normen für Verbindungsarmaturen sind ein Regelwerk internationaler und nationaler Anforderungen und Normen, die die Parameter und Abmessungen von Hochdruckschlaucharmaturen, Gewindeverbindungstypen, Werkstoffe und Leistungsmerkmale definieren. Diese Konstruktionsregeln gewährleisten die Kompatibilität der Komponenten von Hydrauliksystemen, die Betriebssicherheit und die Dauerhaftigkeit der Verbindungen unter Druck.
1. Britisches BSP (British Standard Pipe) mit Zoll-Rohrgewinde;
2. JIC (Joint Industry Council), üblich in Nordamerika;
3. Russischer DK-Metriktyp;
4. Deutsches DIN (Deutsches Institut für Normung) mit metrischem Gewinde;
5. Amerikanische SAE-Norm (Society of Automotive Engineers) mit Zollgewindeanschluss, verwendet in der Automobilindustrie und bei der Herstellung von Rohrleitungen für Baumaschinen;
6. Hohlschraube.
BSP

Diese Kategorie produziert Komponenten zweier Designarten:
1. BSPP, mit parallelen Gewinden, die den Einsatz eines O-Rings erfordern, um eine dichte Abdichtung zu gewährleisten;
2. BSPT, mit einem konischen Gewinde, bei dem die Dichtheit durch die enge Passung der Gewindegänge erreicht wird.
Normen für flexible Rohrleitungsformstücke legen Anforderungen an die Werkstoffe fest, aus denen sie gefertigt sein müssen. Am häufigsten werden Nichteisenmetalllegierungen und Edelstahl verwendet.
Die Kenntnis und das Verständnis der Normen helfen bei der Auswahl der geeigneten Steckverbinder für spezifische Betriebsbedingungen.
BSP-Fittings
- Typen: gerade, Winkel, T-Stück, Adapter.
- Serie: Standard- und Hochleistungsausführungen für verschiedene Druckverhältnisse und Einsatzbedingungen.
- Durchmesser: von 1/8" bis 4".
JIC

Dieser Typ ist in Nordamerika weit verbreitet. Die Teile weisen einen Kegelwinkel von 37 Grad auf, was eine gute Abdichtung gewährleistet. Sie finden breite Anwendung in Hydraulik-, Kraftstoff- und Pneumatiksystemen.
JIC-Armaturen
- Typen: gerade, abgewinkelt, T-Stücke und Reduzierstücke.
- Baureihe: Ausgelegt für Drücke bis zu 20 MPa (200 bar).
- Die Durchmesser reichen von 6 bis 100 mm.
DK

Das Hauptmerkmal der Konstruktion ist eine konische Dichtung mit einem Winkel von 24 Grad, die eine dichte Abdichtung und sicheren Sitz auch unter Druck gewährleistet. Die Verbindung ist in zwei Varianten erhältlich: mit Kugelnippel und Überwurfmutter sowie als Nippel mit Außengewinde.
DK-Fittings
Typen: gerade, Winkel, T-Stück, Reduzierstück.
Serie: leicht (L) für Drücke bis zu 315 bar, schwer (S) – bis zu 630 bar.
Durchmesser: von 4 bis 42 mm.
DKI
Diese Fittings verfügen über ein metrisches Innengewinde und eine 24°-Kegeldichtfläche. Sie sind für Hochdruckleitungen und -schläuche konzipiert. Zu ihren Hauptvorteilen zählen hervorragende Dichtwirkung, Langlebigkeit und Vielseitigkeit.
DKOL/DKOS
DKOL/DKOS sind Unterkategorien der DIN 2353 und werden zum Verbinden von Rohren in Hochleistungshydrauliksystemen oder zum Abzweigen von Schläuchen und Leitungen verwendet. DKOL ist mit einem metrischen Gewindeanschluss (M12 x 1,5 bis M52 x 2) und einer O-Ring-Dichtung ausgestattet. Es eignet sich für den Einsatz bei mittleren Drücken.
DKOS ist eine robustere Ausführung, ebenfalls mit O-Ring-Dichtung, aber für extreme Belastungen ausgelegt. Der Kegelwinkel beträgt bei beiden Varianten 24 Grad.
DKOL-Fittings
Typen: gerade, Winkel-, T- und Übergangsstücke.
Serie: Ausgelegt für Drücke bis zu 400 bar.
Durchmesser: Standardgrößen von 6 bis 42 mm.
Deutsche DIN-Verschraubung mit metrischem Gewinde

Deutsche DIN-Verschraubungen mit metrischem Gewinde (z. B. DIN 2353) sind weit verbreitete Hydraulikverbinder mit Außengewinde und 24°-Kegelsitz. Sie verfügen häufig über einen Schneidring (Klemmring) oder einen O-Ring für eine leckagefreie Abdichtung und werden häufig in Industrie-, Bau- und Landmaschinen für Fluidtechniksysteme eingesetzt. Sie bieten hervorragende Kompatibilität und Austauschbarkeit. Erhältlich sind sie in verschiedenen Ausführungen (leicht/schwer) und Größen (z. B. M12x1,5, M22x1,5) und genormt nach ISO 8434-1.
Banjo
Ein charakteristisches Merkmal von Banjo-Verbindern ist eine hohle Schraube mit rundem Kopf, die durch eine Hohlbohrung an einen Schlauch oder ein Rohr angeschlossen wird. Die hohle Schraube ermöglicht den Durchtritt von Flüssigkeiten oder Gasen, während ein O-Ring die Undichtigkeit verhindert.
Die Konstruktion kommt überall dort zum Einsatz, wo Winkeldrehungen, flexible und kompakte Verbindungen erforderlich sind.
Banjo-Beschläge
- Typen: Nippel, T-Stücke, Schnellkupplungen, Hähne.
- Serie: LC für leichte Beanspruchung, M für schwere Beanspruchung, Cam-Lock für Schnellverbindungen.
- Durchmesser: von 1/8" bis 4".
Auswahl der richtigen Hydraulikarmaturen
Druck – Prüfen Sie den maximal erforderlichen Nenndruck. Komponenten für Hydraulikwerkzeuge gelten als Hochdruckkomponenten und sind typischerweise für 5000 oder 10000 psi (350 oder 700 bar) ausgelegt. Der Lieferant der Armaturen sollte dies in seinen Katalogen oder auf seiner Website deutlich angeben.
Durchflussrate – Die benötigte Durchflussrate hängt von Art und Größe des Werkzeugs ab. Benötigen Sie eine Kupplung mit hohem Durchfluss, empfehlen wir die Enerpac-Kupplungen vom Typ C (konisch) oder F (flach). Diese ermöglichen eine bis zu vierfach höhere Durchflussrate als viele Standardkupplungen.
Größen – Hydraulikverschraubungen sind in vielen verschiedenen Größen erhältlich. Bei der Verwendung von Enerpac-Hydraulikwerkzeugen sind die Standardverschraubungen und -kupplungen jedoch höchstwahrscheinlich ¼" oder 3/8" mit NPTF- oder SAE-Gewinde.
Gewindearten – Diese variieren weltweit je nach Region. Achten Sie daher darauf, dass Ihre Anschlüsse, Werkzeuge und Schläuche kompatibel sind. Falls nicht, kann ein Adapter oder Reduzierstück das Problem beheben. Der Kauf von Hydraulikwerkzeugen und Schlauchverbindern von einem einzigen Hersteller hilft, Inkompatibilitätsprobleme zu vermeiden.
Material – Das Material des Fittings kann dessen Druckfestigkeit und Beständigkeit gegenüber rauen und korrosiven Arbeitsumgebungen beeinflussen. Beachten Sie außerdem, dass die Kombination verschiedener Metalle aufgrund der Gefahr von galvanischer Korrosion vermieden werden sollte.
Kupplungsanschlussart – Wählen Sie zwischen der gängigen Ausführung mit Gewindehülse zum Festziehen von Hand und den „Push-to-Fit“-Flachkupplungen, die Zeit sparen und Ölverlust und -verschüttung minimieren.